Österreichs U20 Herreneishockey Nationalteam musste im ersten Match der 46. IIHF World Junior Championships gegen Finnland in Edmonton eine 1:7-Niederlage hinnehmen.

Österreich startete im spektakulären Rogers Place – im Eishockey-Alltag Heimstätte der Edmonton Oilers – vor 1.901 Fans gegen Finnland als großer Außenseiter ins spannende Abenteuer IIHF World Junior Championships. Die Finnen begannen überfallsartig, fuhren mit hohem Tempo ins Verteidigungsdrittel des von Head Coach Marco Pewal betreuten U20-Nationalteams. Nach dreieinhalb Minuten kurvte Brad Lambert um das von Goalie Sebastian Wraneschitz gehütete rot-weiß-rote Tor, passte in den Slot auf Ville Koivunen und der fackelte beim 1:0 für Finnland (4.) nicht lange. Suomi ging weiter ein hohes Tempo und schnürte Österreich im eigenen Drittel ein. Mit vereinten Kräften hielt Österreichs Defensive voll dagegen, Wraneschitz zeigte im weiteren Verlauf des ersten Drittels eine starke Leistung.

Im Angriff gelang der ÖEHV-Auswahl nicht viel, hatte jedoch durch Oskar Maier ihre beste Chance. Er zog schnell zwischen zwei finnischen Verteidigern ins Angriffsdrittel und scheiterte mit der Backhand an Finnlands Schlussmann Juha Jatkola. Danach erhöhte das Team von Antti Pennanen wieder das Tempo und feuerte aus allen Lagen Schüsse auf das österreichische Tor ab. Nach einem Zweikampf hinter dem Tor spielte Ville Koivunen einen feinen Backhand-Pass auf Samuel Helenius, der aus kurzer Distanz auf 2:0 für die Finnen stellte (19.). Danach musste Roby Jarventie wegen hohen Stocks auf die Strafbank, es blieb beim 2:0 für Suomi nach 20 Minuten.

Urbanek erzielt das erste Tor für Österreich bei der WM

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts änderte sich am Spielgeschehen wenig. Die eisläuferisch und stocktechnisch überlegenen Finnen machten Druck, Österreichs junge Cracks hielten mit großem Kämpferherz und mit allen Mitteln dagegen. Und doch fiel das 3:0 für Finnland: Karri Aho schlenzte den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, Kasper Simontaival verwertete den Rebound (25.).

Dann folgte der große Auftritt von Martin Urbanek. In einer 4:3-Überzahl bekam der Villacher den Puck ideal von Luca Auer serviert und zimmerte die Scheibe mit einem Onetimer unter die Latte (26.). Das erste Tor für Österreich bei dieser U20-WM war auf der Welt.

Leider konnten die Finnen recht schnell den Dreitore-Vorsprung wieder herstellen. Und dabei hatte Österreich großes Pech: Karri Ahos Schuss wurde von Kalle Vaisanen mit dem Körper abgelenkt, keine Abwehrchance für Keeper Sebastian Wraneschitz (27.). Danach gestalteten die Österreicher das Spiel offener. Die Finnen agierten mit dem 4:1 im Rücken ein bisschen lockerer, das rot-weiß-rote Team zeigte einige gefällige Angriffe, ohne richtig torgefährlich zu werden.

Die ersten zwei Minuten im Schlussabschnitt dominierte wieder Finnland. Österreich musste sich neu sortieren, bekam das Match aber wieder besser unter Kontrolle. Knapp zehn Minuten vor Spielende merkte man den Österreichern den körperlichen Verschleiß an, die ständige und harte Defensivarbeit zehrte an den Kräften. Das nutzten die Finnen gnadenlos aus. Ville Koivunen erzielte sehenswert das 5:1. Verkehrt zum Tor knieend, zog er die Scheibe mit der Backhand aus spitzem Winkel ins Netz (49.). Das Tor erinnerte ein bisschen an Alexander Ovechkins berühmtes “The Goal” gegen die Phoenix Coyotes am 16. Jänner 2006.

Kurze Zeit später hämmerte Topi Niemela den Puck von der blauen Linie zum 6:1 in die Maschen (51.). Brad Lambert konnte dann einen missglückten Pass von Goalie Sebastian Wraneschitz abfangen und netzte zum 7:1 ein (55.), das den Endstand bedeutete. Keeper Wraneschitz wurde nach einer starken Leistung mit 48 Schüssen auf seinen Kasten zum besten Spieler der österreichischen Mannschaft gewählt.

Pewal: “Gegen Kanada wird es sicher nicht einfacher!”

Head Coach Marco Pewal analysierte nach dem Spiel: “Wir sind froh, dass wir heute spielen durften. Wir wussten, dass es ein schwieriges Match werden würde und dass wir die Scheibe nur selten haben werden. Wir mussten schauen, dass wir unser Haus gut schützen, defensiv gut spielen. Das haben wir teilweise gut gemacht. Andererseits haben wir die Finnen oft auch zu leicht in unsere Zone vor dem Tor gelassen und sie haben ihre Chancen eiskalt ausgenützt.” Mit der kämpferischen Teamleistung war Pewal zufrieden: “Wir haben toll gekämpft, jeder Einzelne hat alles gegeben bis zum Schluss. Wir haben den Klasseunterscheid am Eis gesehen, wir müssen das Spiel abhaken. Gegen Kanada wird es sicher nicht einfacher!”

Österreichs erster Torschütze bei dieser WM Martin Urbanek freute sich über seinen Premieren-Treffer: “Das war ein sehr schönes Gefühl, das 1:3 zu erzielen. Das Tor war im 4:3-Powerplay mit den Pässen von Lukas Thaler und Luca Auer super herausgespielt. Ich glaube, das hatten wir uns verdient in dieser Phase.” Zur Leistung sagte der Villacher: “Wir haben uns 50 Minuten relativ gut geschlagen. Am Ende hat man ein bisschen die Müdigkeit gemerkt, da sind wir ein bisschen eingebrochen. Die ersten 40 Minuten, vor allem aber im zweiten Drittel, haben wir ein gutes Eishockey gespielt.”

Eine Last war schon kurz vor Beginn der WM von den rot-weiß-roten Schultern gefallen. Es wird auch bei dieser Ausgabe der U20-WM keinen Absteiger geben. Das heißt, Österreich wird auch im nächsten Jahr an den IIHF World Junior Championships teilnehmen. Das nächste Spiel der Österreicher findet in der Nacht auf Mittwoch, den 29. Dezember 2021 um 01:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (Dienstag, 28. Dezember 2021, 17:00 Uhr Ortszeit) gegen Gastgeber Kanada statt.Ergebnis WM-Spiel

Österreich vs. Finnland 1:7 (0:2,1:2,0:3)
Mo., 27. Dezember 2021, 20:00 Uhr MEZ (12:00 Uhr Ortszeit)
Torschütze Österreich: Martin Urbanek (26./PP)
Torschützen Finnland: Ville Koivunen (4.), Samuel Helenius (19.), Kasper Simontaival (25.), Kalle Vaisanen (27.), Ville Koivunen (49.), Topi Niemela (51.), Brad Lambert (55.)

Presseaussendung ÖEHV/Foto: puckfans.at/Werner Krainbucher

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Österreichs U20 Herreneishockey Nationalteam musste im ersten Match der 46. IIHF World Junior Championships gegen Finnland in Edmonton eine 1:7-Niederlage hinnehmen.

Österreich startete im spektakulären Rogers Place – im Eishockey-Alltag Heimstätte der Edmonton Oilers – vor 1.901 Fans gegen Finnland als großer Außenseiter ins spannende Abenteuer IIHF World Junior Championships. Die Finnen begannen überfallsartig, fuhren mit hohem Tempo ins Verteidigungsdrittel des von Head Coach Marco Pewal betreuten U20-Nationalteams. Nach dreieinhalb Minuten kurvte Brad Lambert um das von Goalie Sebastian Wraneschitz gehütete rot-weiß-rote Tor, passte in den Slot auf Ville Koivunen und der fackelte beim 1:0 für Finnland (4.) nicht lange. Suomi ging weiter ein hohes Tempo und schnürte Österreich im eigenen Drittel ein. Mit vereinten Kräften hielt Österreichs Defensive voll dagegen, Wraneschitz zeigte im weiteren Verlauf des ersten Drittels eine starke Leistung.

Im Angriff gelang der ÖEHV-Auswahl nicht viel, hatte jedoch durch Oskar Maier ihre beste Chance. Er zog schnell zwischen zwei finnischen Verteidigern ins Angriffsdrittel und scheiterte mit der Backhand an Finnlands Schlussmann Juha Jatkola. Danach erhöhte das Team von Antti Pennanen wieder das Tempo und feuerte aus allen Lagen Schüsse auf das österreichische Tor ab. Nach einem Zweikampf hinter dem Tor spielte Ville Koivunen einen feinen Backhand-Pass auf Samuel Helenius, der aus kurzer Distanz auf 2:0 für die Finnen stellte (19.). Danach musste Roby Jarventie wegen hohen Stocks auf die Strafbank, es blieb beim 2:0 für Suomi nach 20 Minuten.

Urbanek erzielt das erste Tor für Österreich bei der WM

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts änderte sich am Spielgeschehen wenig. Die eisläuferisch und stocktechnisch überlegenen Finnen machten Druck, Österreichs junge Cracks hielten mit großem Kämpferherz und mit allen Mitteln dagegen. Und doch fiel das 3:0 für Finnland: Karri Aho schlenzte den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, Kasper Simontaival verwertete den Rebound (25.).

Dann folgte der große Auftritt von Martin Urbanek. In einer 4:3-Überzahl bekam der Villacher den Puck ideal von Luca Auer serviert und zimmerte die Scheibe mit einem Onetimer unter die Latte (26.). Das erste Tor für Österreich bei dieser U20-WM war auf der Welt.

Leider konnten die Finnen recht schnell den Dreitore-Vorsprung wieder herstellen. Und dabei hatte Österreich großes Pech: Karri Ahos Schuss wurde von Kalle Vaisanen mit dem Körper abgelenkt, keine Abwehrchance für Keeper Sebastian Wraneschitz (27.). Danach gestalteten die Österreicher das Spiel offener. Die Finnen agierten mit dem 4:1 im Rücken ein bisschen lockerer, das rot-weiß-rote Team zeigte einige gefällige Angriffe, ohne richtig torgefährlich zu werden.

Die ersten zwei Minuten im Schlussabschnitt dominierte wieder Finnland. Österreich musste sich neu sortieren, bekam das Match aber wieder besser unter Kontrolle. Knapp zehn Minuten vor Spielende merkte man den Österreichern den körperlichen Verschleiß an, die ständige und harte Defensivarbeit zehrte an den Kräften. Das nutzten die Finnen gnadenlos aus. Ville Koivunen erzielte sehenswert das 5:1. Verkehrt zum Tor knieend, zog er die Scheibe mit der Backhand aus spitzem Winkel ins Netz (49.). Das Tor erinnerte ein bisschen an Alexander Ovechkins berühmtes “The Goal” gegen die Phoenix Coyotes am 16. Jänner 2006.

Kurze Zeit später hämmerte Topi Niemela den Puck von der blauen Linie zum 6:1 in die Maschen (51.). Brad Lambert konnte dann einen missglückten Pass von Goalie Sebastian Wraneschitz abfangen und netzte zum 7:1 ein (55.), das den Endstand bedeutete. Keeper Wraneschitz wurde nach einer starken Leistung mit 48 Schüssen auf seinen Kasten zum besten Spieler der österreichischen Mannschaft gewählt.

Pewal: “Gegen Kanada wird es sicher nicht einfacher!”

Head Coach Marco Pewal analysierte nach dem Spiel: “Wir sind froh, dass wir heute spielen durften. Wir wussten, dass es ein schwieriges Match werden würde und dass wir die Scheibe nur selten haben werden. Wir mussten schauen, dass wir unser Haus gut schützen, defensiv gut spielen. Das haben wir teilweise gut gemacht. Andererseits haben wir die Finnen oft auch zu leicht in unsere Zone vor dem Tor gelassen und sie haben ihre Chancen eiskalt ausgenützt.” Mit der kämpferischen Teamleistung war Pewal zufrieden: “Wir haben toll gekämpft, jeder Einzelne hat alles gegeben bis zum Schluss. Wir haben den Klasseunterscheid am Eis gesehen, wir müssen das Spiel abhaken. Gegen Kanada wird es sicher nicht einfacher!”

Österreichs erster Torschütze bei dieser WM Martin Urbanek freute sich über seinen Premieren-Treffer: “Das war ein sehr schönes Gefühl, das 1:3 zu erzielen. Das Tor war im 4:3-Powerplay mit den Pässen von Lukas Thaler und Luca Auer super herausgespielt. Ich glaube, das hatten wir uns verdient in dieser Phase.” Zur Leistung sagte der Villacher: “Wir haben uns 50 Minuten relativ gut geschlagen. Am Ende hat man ein bisschen die Müdigkeit gemerkt, da sind wir ein bisschen eingebrochen. Die ersten 40 Minuten, vor allem aber im zweiten Drittel, haben wir ein gutes Eishockey gespielt.”

Eine Last war schon kurz vor Beginn der WM von den rot-weiß-roten Schultern gefallen. Es wird auch bei dieser Ausgabe der U20-WM keinen Absteiger geben. Das heißt, Österreich wird auch im nächsten Jahr an den IIHF World Junior Championships teilnehmen. Das nächste Spiel der Österreicher findet in der Nacht auf Mittwoch, den 29. Dezember 2021 um 01:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (Dienstag, 28. Dezember 2021, 17:00 Uhr Ortszeit) gegen Gastgeber Kanada statt.Ergebnis WM-Spiel

Österreich vs. Finnland 1:7 (0:2,1:2,0:3)
Mo., 27. Dezember 2021, 20:00 Uhr MEZ (12:00 Uhr Ortszeit)
Torschütze Österreich: Martin Urbanek (26./PP)
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