Drei Viertelfinal-Duelle der Ö Eishockey Liga sind geschlagen. Der SC Samina Hohenems 1974 setzte sich gegen den 1. EHC Althofen nach einem spannenden Spiel mit 4:1 und dem Gesamtscore von 6:5 durch. Die Kapfenberger SV besiegte die VEU Feldkirch nach einem Krimi mit 2:0 und kam mit dem Gesamtscore von 7:5 weiter. Nun wartet im Halbfinale der Kracher gegen den SC Hohenems. Der HC Kufstein gewann das Rückspiel gegen den EV Zeltweg Murtal Lions nach 0:3-Rückstand mit 5:3 und stieg mit dem Gesamtscore von 9:5 auf. Der Gegner der Tiroler steht erst am Sonntag fest: Da empfängt der ESC SoccerZone Steindorf den Wiener Eislauf-Verein, auch hier ist die Ausganglage nach dem Wiener 4:4 klar: Der Sieger steigt auf.

Die Spiele der ÖEL werden auf der neuen Livestreaming-Plattform des Österreichischen Eishockeyverbandes unter LIVE.eishockey.at gezeigt.

Viertelfinale 1: SC Samina Hohenems 1974 setzt sich knapp gegen 1. EHC Althofen durch

Der SC Samina Hohenems 1974 ging am Samstag im Herrenriedstadion bei stimmungsvoller Abenddämmerung und bei angenehmen 14 Grad Außentemperatur mit einer 2:4-Bürde ins Viertelfinal-Rückspiel gegen den 1. EHC Althofen. Die Kärntner waren mit dem kurzem Line Up von 13 Feldspielern und der Halbfinal-Serie in der AHC Division I gegen die Hornets Spittal (2:0-Sweep) in den Beinen nach Vorarlberg gereist. Die Rhinos versuchten in den ersten Minuten, das Spiel unter Kontrolle zu bringen und stützten sich auf eine erneut starke Leistung von Goalie Fabian Horn. Hohenems agierte in den ersten 20 Minuten mit einigen guten Chancen überlegen, konnte den Kärntner Schlussmann aber nicht bezwingen.

Früh im zweiten Abschnitt lag Hohenems mit 1:0 voran und verkürzte im Gesamtscore auf ein Tor. Matthias Fussenegger zog in Minute 23 ab, der Schuss prallte von der Bande zurück, Manuel Merk überzuckerte die Situation am schnellsten und hob den Puck mit der Backhand ins Tor. Erst nach Halbzeit gab’s in einer trotz der Brisanz bis dorthin fair geführten Partie die erste Strafe, Patric Scheffknecht musste wegen Behinderung raus. Althofen konnte das Überzahl-Spiel nicht nützen. Das Team von Bernd Schmidle machte weiter Druck, wartete geduldig auf seine Chancen. Eineinhalb Minuten vor Drittelende zog Jürgen Fussenegger kurz hinter der blauen Linie ab und traf zum 2:0 für den Gastgeber. Damit hatten die Steinböcke das Gesamtscore ausgeglichen und einen Krimi für das letzte Drittel garantiert.

In Minute 44 lag Hohenems im Viertelfinal-Gesamtscore erstmals voran. Nach einem Althofener Scheibenverlust schoss Christian Haidinger, Horn konnte abwehren, aber Johannes Hehle stocherte den Puck zum 3:0 über die Linie. Nun hatten die Vorarlberger Lunte gerochen, das Viertelfinal-Duell vorzuentscheiden. In Minute 51 war es soweit: Kapitän Pascal Kainz erzielte im Nachsetzen aus kurzer Distanz das 4:0. Das war aber nur die vermeintliche Vorentscheidung, denn Kevin Schettina hob den Puck nur 40 Sekunden später aus kurzer Distanz in die Maschen und machte die Partie erneut hochspannend. Am Ende zog Althofen-Coach Gerald Ressmann Goalie Fabian Horn, aber das 2:4 fiel nicht mehr. Der SC Hohenems zog mit dem Gesamtscore von 6:5 ins Halbfinale ein, wo der Kracher gegen die Kapfenberger SV wartet.

Viertelfinale 3: Kapfenberger SV biegt VEU Feldkirch

Favorit Kapfenberger SV empfing am Samstag die VEU Feldkirch in der Stadthalle Kapfenberg nach dem spektakulären 5:5-Torfestival aus dem Hinspiel zum Viertelfinal-Showdown. Die Steirer warteten in einem schnell geführten Spiel geduldig auf die erste Chance und die gab es in einem Überzahlspiel. Stefan Trost zog vom linken Bullypunkt freistehend ab und erzielte das 1:0 für die Kängurus in Minute acht. Danach agierte das Team von Spielertrainer Kris Reinthaler überlegen, die VEU Feldkirch hielt das Match und damit auch die Gesamtserie bis zur ersten Drittelpause offen. Auch im zweiten Drittel lieferten sich die beiden Teams einen schnellen Schlagabtausch, es ging hin und her. Die VEU Feldkirch musste nun offensiver agieren und kam auch zu guten Möglichkeiten. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Luca Erne, der alleine auf das Kapfenberger Tor fuhr. KSV-Goalie Oliver Zirngast pflückte die Scheibe mit der Fanghand herunter.

Mit dem hauchdünnen 1:0-Vorsprung für Kapfenberg ging es in den Schlussabschnitt in einer bis dorthin trotz des knappen Spielstandes und der daraus resultierenden Spannung fair geführten Partie. Die Ausgangslage war klar: Die Montfortstädter mussten zumindest den Ausgleich erzielen, um in die Overtime zu kommen. In den ersten Minuten spielte Kapfenberg überlegen und drückte auf das 2:0. In Überzahl zirkelte Stefan Trost den Puck aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer an die Stange. Die Gastgeber kamen zu weiteren Möglichkeiten, aber VEU-Goalie Thomas Schubert hielt das Viertelfinale mit guten Paraden offen. Auch das Team von Head Coach Thomas Sticha tauchte ein paar Mal vor dem Kapfenberger Tor auf. Der noch immer enge Spielstand sorgte für ein dünneres Nervenkostüm bei den Cracks, in Minute 54 entluden sich die aufgestauten Emotionen. Rupert Fichtinger und Dominik Wassermann von den Kängurus tauschten mit Fabio Haas und Alessandro Togni Nettigkeiten aus. Kurze Zeit später rettete Kapfenbergs Keeper Oliver Zirngast den knappen Vorsprung mit einer hervorragenden Abwehr, zu diesem Zeitpunkt hatte die Crunchtime längst begonnen. Zwei Minuten vor Schluss setzte VEU-Coach Thomas Sticha alles auf eine Karte und zog Goalie Schubert. Zweimal verfehlten die Kapfenberger das leere Tore, der dritte Versuch saß: Adrian Stühlinger machte 15 Sekunden vor dem Ende das 2:0. Kapfenberg – von der VEU Feldkirch über 120 Minuten voll gefordert – stieg ins Halbfinale auf, wo im Schlager der SC Hohenems wartet.

Viertelfinale 4: HC Kufstein nach Aufholjagd gegen den EV Zeltweg Murtal Lions im Halbfinale

Der HC Kufstein hatte sich auswärts für das Viertelfinal-Rückspiel in der mit knapp 900 Fans gut gefüllten Kufsteiner Eisarena gegen den EV Zeltweg Murtal Lions einen Zweitore-Polster erspielt, der in Minute 12 auf einen Treffer schrumpfte. Die Steirer gingen durch Michael Grüneis, der vor dem Tor einen Schuss von Robin Weihager abfälschte, mit 1:0 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt war Hochspannung in dieser Partie. Die Dragons waren ohne Goalgetter Martin Kosnar ins Match gegangen, der tschechische Stürmer hatte sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei den Murtal Lions stand Oliver Setzinger nicht im Line Up. Danach hatten die Tiroler zwei Mal in Überzahl, einmal sogar eine 5:3-Überlegenheit, die Chance auf den Ausgleich, aber Zeltweg-Keeper Andreas Brenkusch hielt seinen Kasten bis zur ersten Drittelpause sauber.

Im zweiten Drittel erwischten die Gäste den besseren Start. Nach einem Angriff kam Florian Dinhopel in Minute 24 aus dem Slot ungehindert zum Schuss und ließ Kufstein-Goalie Thomas Hechenberger keine Chance. Mit dem 2:0 hatten die Murtal Lions das Viertelfinal-Gesamtduell ausgeglichen. Danach kassierten die Tiroler zwei Strafen. Im ersten Unterzahl packte Hechenberger bei einem Schuss von Robin Weihager einen herrlichen Fanghand-Save aus. Bei der nächsten Unterzahl musste Kufstein das 0:3 hinnehmen, Marko Tadic netzte für die Löwen aus kurzer Distanz ein. Die Serie war in Minute 29 gekippt. Zumindest vorerst. Denn die Dragons schlugen noch im zweiten Abschnitt zurück. David Hrazdira zog in Minute 32 ab und traf im Powerplay zum 1:3. Kaum zwei Minuten später kam Herbert Steiner im Angriffsdrittel an die Scheibe und versenkte zum 2:3-Anschlusstreffer, die Kufsteiner Arena kochte zum ersten Mal an diesem Abend.

Der letzte Abschnitt begann, wie der Zweite aufgehört hatte: Mit einem Treffer für Kufstein. David Hrazdira zog in Minute 42 in Überzahl unwiderstehlich vor das Tor und versenkte den Puck nach einem schnellen Haken zum 3:3-Ausgleich. Damit war das Team von Head Coach Ivo Novotny endgültig auf Halbfinal-Kurs. In einem von vielen Strafen und Unterbrechungen gekennzeichneten Schlussdrittel setzten die Tiroler nach und kamen in Minute 57 zur erstmaligen Führung. David Hrazdira sah den freistehenden Samuel Sappl, der aus kurzer Distanz zum 4:3 einnetzte. Elf Sekunden vor dem Ende machte Marcel Bruimann in Unterzahl und mit einem Emptynetter zum 5:3 alles klar und den Aufstieg perfekt. Der HC Kufstein stieg mit dem Gesamtscore von 9:5 ins Halbfinale auf, wo der Sieger aus ESC SoccerZone Steindorf gegen Wiener Eislauf-Verein wartet. Diese Partie findet erst am Sonntag in Steindorf statt.

Playoff-Modus

Auch im Halbfinale werden die Duelle im Champions Hockey League (CHL) Modus in einem Hin- und Rückspiel entschieden. Der nach dem Grunddurchgang besser platzierte Verein beginnt mit dem Auswärtsspiel. Es wird die Gesamtwertung der beiden absolvierten Spiele herangezogen. Das Team, das am Ende im Gesamtergebnis nach Hin- und Rückspiel vorne liegt, steigt ins Finale auf. Sollte es bei der Schluss-Sirene nach 120 Minuten ein Unentschieden im Gesamtscore geben, fällt die Entscheidung in einer zehnminütigen Overtime Drei gegen Drei und in einem möglichen Penaltyschießen mit jeweils fünf Schützen. Das heißt, es gibt im Hinspiel keine Overtime. Das jeweilige Hinspiel endet nach 60 Minuten Unentschieden oder mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit.

Ö Eishockey Liga Playoff Viertelfinal-Rückspiele

Viertelfinale 1 – Rückspiel:

SC Samina Hohenems 1974 vs. 1. EHC Althofen 4:1 (0:0,2:0,2:1)
Sa., 18. Februar 2023, 17:30 Uhr, Herrenriedstadion
Torschützen SC Samina Hohenems 1974: Manuel Merk (22:40 Min.), Jürgen Fussenegger (38:28 Min.), Johannes Hehle (43:52 Min.), Pascal Kainz (50:04 Min.)
Torschütze 1. EHC Althofen: Kevin Schettina (50:44 Min.)

SC Samina Hohenems 1974 mit dem Gesamtscore von 6:5 im Halbfinale. Hinspiel-Ergebnis 2:4

Viertelfinale 2 – Rückspiel:

ESC SoccerZone Steindorf vs. Wiener Eislauf-Verein
So., 19. Februar 2023, 16:30 Uhr, Ossiacher See Halle

Hinspiel-Ergebnis 4:4

Viertelfinale 3 – Rückspiel:

Kapfenberger SV vs. VEU Feldkirch 2:0 (1:0,0:0,1:0)
Sa., 18. Februar 2023, 19:00 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen Kapfenberger SV: Stefan Trost (07:30 Min./PP1), Adrian Stühlinger (59:45 Min./EN)

Kapfenberger SV mit einem Gesamtscore von 7:5 im Halbfinale. Hinspiel-Ergebnis 5:5

Viertelfinale 4 – Rückspiel:

HC Kufstein vs. EV Zeltweg Murtal Lions 5:3 (0:1,2:2,3:0)
Sa., 18. Februar 2023, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein
Torschützen HC Kufstein: David Hrazdira (31:53 Min./PP1, 41:33 Min/PP1), Herbert Steiner (33:32 Min.), Samuel Sappl (56:14 Min.), Marcel Bruimann (59:49 Min./SH1/EN)
Torschützen EV Zeltweg Murtal Lions: Michael Grüneis (11:48 Min.), Florian Dinhopel (23:35 Min.), Marko Tadic (28:37 Min./PP1)

hockeyreport.net / ÖEL

Hockey Report App
BREAKING NEWS
  • 24. Februar 2024
  • 24. Februar 2024
  • 21. Februar 2024
  • 19. Februar 2024
  • 19. Februar 2024
www.sport-bilder.at
MATHY UNIVERSAL

Drei Viertelfinal-Duelle der Ö Eishockey Liga sind geschlagen. Der SC Samina Hohenems 1974 setzte sich gegen den 1. EHC Althofen nach einem spannenden Spiel mit 4:1 und dem Gesamtscore von 6:5 durch. Die Kapfenberger SV besiegte die VEU Feldkirch nach einem Krimi mit 2:0 und kam mit dem Gesamtscore von 7:5 weiter. Nun wartet im Halbfinale der Kracher gegen den SC Hohenems. Der HC Kufstein gewann das Rückspiel gegen den EV Zeltweg Murtal Lions nach 0:3-Rückstand mit 5:3 und stieg mit dem Gesamtscore von 9:5 auf. Der Gegner der Tiroler steht erst am Sonntag fest: Da empfängt der ESC SoccerZone Steindorf den Wiener Eislauf-Verein, auch hier ist die Ausganglage nach dem Wiener 4:4 klar: Der Sieger steigt auf.

Die Spiele der ÖEL werden auf der neuen Livestreaming-Plattform des Österreichischen Eishockeyverbandes unter LIVE.eishockey.at gezeigt.

Viertelfinale 1: SC Samina Hohenems 1974 setzt sich knapp gegen 1. EHC Althofen durch

Der SC Samina Hohenems 1974 ging am Samstag im Herrenriedstadion bei stimmungsvoller Abenddämmerung und bei angenehmen 14 Grad Außentemperatur mit einer 2:4-Bürde ins Viertelfinal-Rückspiel gegen den 1. EHC Althofen. Die Kärntner waren mit dem kurzem Line Up von 13 Feldspielern und der Halbfinal-Serie in der AHC Division I gegen die Hornets Spittal (2:0-Sweep) in den Beinen nach Vorarlberg gereist. Die Rhinos versuchten in den ersten Minuten, das Spiel unter Kontrolle zu bringen und stützten sich auf eine erneut starke Leistung von Goalie Fabian Horn. Hohenems agierte in den ersten 20 Minuten mit einigen guten Chancen überlegen, konnte den Kärntner Schlussmann aber nicht bezwingen.

Früh im zweiten Abschnitt lag Hohenems mit 1:0 voran und verkürzte im Gesamtscore auf ein Tor. Matthias Fussenegger zog in Minute 23 ab, der Schuss prallte von der Bande zurück, Manuel Merk überzuckerte die Situation am schnellsten und hob den Puck mit der Backhand ins Tor. Erst nach Halbzeit gab’s in einer trotz der Brisanz bis dorthin fair geführten Partie die erste Strafe, Patric Scheffknecht musste wegen Behinderung raus. Althofen konnte das Überzahl-Spiel nicht nützen. Das Team von Bernd Schmidle machte weiter Druck, wartete geduldig auf seine Chancen. Eineinhalb Minuten vor Drittelende zog Jürgen Fussenegger kurz hinter der blauen Linie ab und traf zum 2:0 für den Gastgeber. Damit hatten die Steinböcke das Gesamtscore ausgeglichen und einen Krimi für das letzte Drittel garantiert.

In Minute 44 lag Hohenems im Viertelfinal-Gesamtscore erstmals voran. Nach einem Althofener Scheibenverlust schoss Christian Haidinger, Horn konnte abwehren, aber Johannes Hehle stocherte den Puck zum 3:0 über die Linie. Nun hatten die Vorarlberger Lunte gerochen, das Viertelfinal-Duell vorzuentscheiden. In Minute 51 war es soweit: Kapitän Pascal Kainz erzielte im Nachsetzen aus kurzer Distanz das 4:0. Das war aber nur die vermeintliche Vorentscheidung, denn Kevin Schettina hob den Puck nur 40 Sekunden später aus kurzer Distanz in die Maschen und machte die Partie erneut hochspannend. Am Ende zog Althofen-Coach Gerald Ressmann Goalie Fabian Horn, aber das 2:4 fiel nicht mehr. Der SC Hohenems zog mit dem Gesamtscore von 6:5 ins Halbfinale ein, wo der Kracher gegen die Kapfenberger SV wartet.

Viertelfinale 3: Kapfenberger SV biegt VEU Feldkirch

Favorit Kapfenberger SV empfing am Samstag die VEU Feldkirch in der Stadthalle Kapfenberg nach dem spektakulären 5:5-Torfestival aus dem Hinspiel zum Viertelfinal-Showdown. Die Steirer warteten in einem schnell geführten Spiel geduldig auf die erste Chance und die gab es in einem Überzahlspiel. Stefan Trost zog vom linken Bullypunkt freistehend ab und erzielte das 1:0 für die Kängurus in Minute acht. Danach agierte das Team von Spielertrainer Kris Reinthaler überlegen, die VEU Feldkirch hielt das Match und damit auch die Gesamtserie bis zur ersten Drittelpause offen. Auch im zweiten Drittel lieferten sich die beiden Teams einen schnellen Schlagabtausch, es ging hin und her. Die VEU Feldkirch musste nun offensiver agieren und kam auch zu guten Möglichkeiten. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Luca Erne, der alleine auf das Kapfenberger Tor fuhr. KSV-Goalie Oliver Zirngast pflückte die Scheibe mit der Fanghand herunter.

Mit dem hauchdünnen 1:0-Vorsprung für Kapfenberg ging es in den Schlussabschnitt in einer bis dorthin trotz des knappen Spielstandes und der daraus resultierenden Spannung fair geführten Partie. Die Ausgangslage war klar: Die Montfortstädter mussten zumindest den Ausgleich erzielen, um in die Overtime zu kommen. In den ersten Minuten spielte Kapfenberg überlegen und drückte auf das 2:0. In Überzahl zirkelte Stefan Trost den Puck aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer an die Stange. Die Gastgeber kamen zu weiteren Möglichkeiten, aber VEU-Goalie Thomas Schubert hielt das Viertelfinale mit guten Paraden offen. Auch das Team von Head Coach Thomas Sticha tauchte ein paar Mal vor dem Kapfenberger Tor auf. Der noch immer enge Spielstand sorgte für ein dünneres Nervenkostüm bei den Cracks, in Minute 54 entluden sich die aufgestauten Emotionen. Rupert Fichtinger und Dominik Wassermann von den Kängurus tauschten mit Fabio Haas und Alessandro Togni Nettigkeiten aus. Kurze Zeit später rettete Kapfenbergs Keeper Oliver Zirngast den knappen Vorsprung mit einer hervorragenden Abwehr, zu diesem Zeitpunkt hatte die Crunchtime längst begonnen. Zwei Minuten vor Schluss setzte VEU-Coach Thomas Sticha alles auf eine Karte und zog Goalie Schubert. Zweimal verfehlten die Kapfenberger das leere Tore, der dritte Versuch saß: Adrian Stühlinger machte 15 Sekunden vor dem Ende das 2:0. Kapfenberg – von der VEU Feldkirch über 120 Minuten voll gefordert – stieg ins Halbfinale auf, wo im Schlager der SC Hohenems wartet.

Viertelfinale 4: HC Kufstein nach Aufholjagd gegen den EV Zeltweg Murtal Lions im Halbfinale

Der HC Kufstein hatte sich auswärts für das Viertelfinal-Rückspiel in der mit knapp 900 Fans gut gefüllten Kufsteiner Eisarena gegen den EV Zeltweg Murtal Lions einen Zweitore-Polster erspielt, der in Minute 12 auf einen Treffer schrumpfte. Die Steirer gingen durch Michael Grüneis, der vor dem Tor einen Schuss von Robin Weihager abfälschte, mit 1:0 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt war Hochspannung in dieser Partie. Die Dragons waren ohne Goalgetter Martin Kosnar ins Match gegangen, der tschechische Stürmer hatte sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei den Murtal Lions stand Oliver Setzinger nicht im Line Up. Danach hatten die Tiroler zwei Mal in Überzahl, einmal sogar eine 5:3-Überlegenheit, die Chance auf den Ausgleich, aber Zeltweg-Keeper Andreas Brenkusch hielt seinen Kasten bis zur ersten Drittelpause sauber.

Im zweiten Drittel erwischten die Gäste den besseren Start. Nach einem Angriff kam Florian Dinhopel in Minute 24 aus dem Slot ungehindert zum Schuss und ließ Kufstein-Goalie Thomas Hechenberger keine Chance. Mit dem 2:0 hatten die Murtal Lions das Viertelfinal-Gesamtduell ausgeglichen. Danach kassierten die Tiroler zwei Strafen. Im ersten Unterzahl packte Hechenberger bei einem Schuss von Robin Weihager einen herrlichen Fanghand-Save aus. Bei der nächsten Unterzahl musste Kufstein das 0:3 hinnehmen, Marko Tadic netzte für die Löwen aus kurzer Distanz ein. Die Serie war in Minute 29 gekippt. Zumindest vorerst. Denn die Dragons schlugen noch im zweiten Abschnitt zurück. David Hrazdira zog in Minute 32 ab und traf im Powerplay zum 1:3. Kaum zwei Minuten später kam Herbert Steiner im Angriffsdrittel an die Scheibe und versenkte zum 2:3-Anschlusstreffer, die Kufsteiner Arena kochte zum ersten Mal an diesem Abend.

Der letzte Abschnitt begann, wie der Zweite aufgehört hatte: Mit einem Treffer für Kufstein. David Hrazdira zog in Minute 42 in Überzahl unwiderstehlich vor das Tor und versenkte den Puck nach einem schnellen Haken zum 3:3-Ausgleich. Damit war das Team von Head Coach Ivo Novotny endgültig auf Halbfinal-Kurs. In einem von vielen Strafen und Unterbrechungen gekennzeichneten Schlussdrittel setzten die Tiroler nach und kamen in Minute 57 zur erstmaligen Führung. David Hrazdira sah den freistehenden Samuel Sappl, der aus kurzer Distanz zum 4:3 einnetzte. Elf Sekunden vor dem Ende machte Marcel Bruimann in Unterzahl und mit einem Emptynetter zum 5:3 alles klar und den Aufstieg perfekt. Der HC Kufstein stieg mit dem Gesamtscore von 9:5 ins Halbfinale auf, wo der Sieger aus ESC SoccerZone Steindorf gegen Wiener Eislauf-Verein wartet. Diese Partie findet erst am Sonntag in Steindorf statt.

Playoff-Modus

Auch im Halbfinale werden die Duelle im Champions Hockey League (CHL) Modus in einem Hin- und Rückspiel entschieden. Der nach dem Grunddurchgang besser platzierte Verein beginnt mit dem Auswärtsspiel. Es wird die Gesamtwertung der beiden absolvierten Spiele herangezogen. Das Team, das am Ende im Gesamtergebnis nach Hin- und Rückspiel vorne liegt, steigt ins Finale auf. Sollte es bei der Schluss-Sirene nach 120 Minuten ein Unentschieden im Gesamtscore geben, fällt die Entscheidung in einer zehnminütigen Overtime Drei gegen Drei und in einem möglichen Penaltyschießen mit jeweils fünf Schützen. Das heißt, es gibt im Hinspiel keine Overtime. Das jeweilige Hinspiel endet nach 60 Minuten Unentschieden oder mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit.

Ö Eishockey Liga Playoff Viertelfinal-Rückspiele

Viertelfinale 1 – Rückspiel:

SC Samina Hohenems 1974 vs. 1. EHC Althofen 4:1 (0:0,2:0,2:1)
Sa., 18. Februar 2023, 17:30 Uhr, Herrenriedstadion
Torschützen SC Samina Hohenems 1974: Manuel Merk (22:40 Min.), Jürgen Fussenegger (38:28 Min.), Johannes Hehle (43:52 Min.), Pascal Kainz (50:04 Min.)
Torschütze 1. EHC Althofen: Kevin Schettina (50:44 Min.)

SC Samina Hohenems 1974 mit dem Gesamtscore von 6:5 im Halbfinale. Hinspiel-Ergebnis 2:4

Viertelfinale 2 – Rückspiel:

ESC SoccerZone Steindorf vs. Wiener Eislauf-Verein
So., 19. Februar 2023, 16:30 Uhr, Ossiacher See Halle

Hinspiel-Ergebnis 4:4

Viertelfinale 3 – Rückspiel:

Kapfenberger SV vs. VEU Feldkirch 2:0 (1:0,0:0,1:0)
Sa., 18. Februar 2023, 19:00 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen Kapfenberger SV: Stefan Trost (07:30 Min./PP1), Adrian Stühlinger (59:45 Min./EN)

Kapfenberger SV mit einem Gesamtscore von 7:5 im Halbfinale. Hinspiel-Ergebnis 5:5

Viertelfinale 4 – Rückspiel:

HC Kufstein vs. EV Zeltweg Murtal Lions 5:3 (0:1,2:2,3:0)
Sa., 18. Februar 2023, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein
Torschützen HC Kufstein: David Hrazdira (31:53 Min./PP1, 41:33 Min/PP1), Herbert Steiner (33:32 Min.), Samuel Sappl (56:14 Min.), Marcel Bruimann (59:49 Min./SH1/EN)
Torschützen EV Zeltweg Murtal Lions: Michael Grüneis (11:48 Min.), Florian Dinhopel (23:35 Min.), Marko Tadic (28:37 Min./PP1)

hockeyreport.net / ÖEL

www.sport-bilder.at
MATHY UNIVERSAL