Die Saison 2020/21 in der bet-at-home ICE Hockey League ist am Dienstag mit dem Titelgewinn des EC-KAC zu Ende gegangen. Im Interview lässt Kommerzialrat Mag. Jochen Pildner-Steinburg die herausfordernde Spielzeit nochmals Revue passieren. Zudem blickt der Liga-Präsident auf die bevorstehenden Aufgaben.

Seit Dienstag ist es Gewissheit, dass die Saison 2020/21 in der bet-at-home ICE Hockey League – abgesehen von einer kurzen Unterbrechung im Herbst – wie geplant zu Ende gespielt werden konnte. Wie stolz macht Sie das als Liga-Präsident?
Jochen Pildner-Steinburg: „Die gesamte Liga darf darauf stolz sein, es gebührt allen Beteiligten ein besonderes Lob. Wir sind im Blindflug gestartet und konnten die Meisterschaft nach der Zwangspause im November friktionslos zu Ende bringen. Mit dieser Entwicklung hätte ich selbst nicht gerechnet. An dieser Stelle darf ich auch unseren Ärzten und den Gesundheitsbehörden danken. Sie haben sich mit tausenden Testungen und vielen Untersuchungen vorbildlich für den Liga-Betrieb eingesetzt.“

Was war notwendig, um diese sehr spezielle und für alle äußerst herausfordernde Saison zu Ende zu bringen?
Jochen Pildner-Steinburg: „Vereinsvertreter, Spieler oder das Liga-Management, jeder hat einen wichtigen Beitrag geleistet. Ich will auch die Arbeit der Schiedsrichter hervorstreichen. Die meisten von ihnen leiten die Spiele nebenberuflich und sie haben uns trotz der Covid-Situation über die gesamte Saison begleitet. Ein Schiedsrichter ist schnell einmal im Fokus der Kritik. Deshalb ist es mir wichtig zu betonen, dass sie überwiegend gute Leistungen gebracht haben und wir froh sind, sie an Bord zu haben.“

Viele Entscheidungen waren kurzfristig zu treffen. Würden Sie im Nachhinein anders entscheiden oder waren die gesetzten Schritte richtig und gut?
Jochen Pildner-Steinburg: „Wir mussten auch einige Entscheidungen revidieren, die Richtung hat aber von Anfang an gestimmt. Wir haben uns in sehr vielen Videokonferenzen ausgetauscht und haben auf dem ganzen Weg sicher viel richtig gemacht.“

Abgesehen von der sehr fordernden Situation rund um das Coronavirus gab es in der abgelaufenen Spielzeit mit bet-at-home als neuen Titelsponsor und PULS 24 als neuen Host-Broadcaster einige Neuerungen. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Liga im letzten Jahr?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es ist erfreulich, dass uns bereits bestehende Partner die Treue gehalten und wir sogar neue Partner wie bet-at-home als Titelsponsor gewonnen haben. Das hat uns in einer schwierigen Phase geholfen und darüber sind wir auch dankbar. Mit der Unterstützung von Sky Sport Austria und PULS 24 haben wir durch eine Live-Streaming-Initiative eine Lösung gefunden, damit auch die Fans weiterhin unsere Spiele verfolgen können. Dieses Projekt wollten wir schon in der Vergangenheit umsetzen, die Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt. Wir haben auch in diesem Punkt sehr schnell reagiert und der Erfolg des Live-Streamings hat uns recht gegeben. Mit der sportlichen Entwicklung im letzten Jahr sind wir trotz der Coronavirus-Einschränkungen sehr zufrieden. Unter Bedachtnahme der pandemischen Situation und den damit verbundenen massiven Auswirkungen sind wir wirtschaftlich mit einem blauen Auge davongekommen.“

Mit den iClinic Bratislava Capitals nahm sogar erstmals in der Liga-Geschichte eine Mannschaft aus der Slowakei an der Meisterschaft teil. Wie sehen Sie die Saison des Newcomers und wie viel Potential hat der slowakische Markt?
Jochen Pildner-Steinburg: „Uns war immer klar, dass ein Team aus der Slowakei zu einer weiteren Aufwertung der Liga beiträgt. Durch die länderübergreifende Meisterschaft haben uns die Covid-Einschränkungen vor besondere Herausforderungen gestellt, die wir gemeinsam gelöst haben. Die iClinic Bratislava Capitals haben sich sportlich sofort etabliert und sind ein wertvolles Mitglied unserer Liga. Wenn sich die Maßnahmen lockern, hat der slowakische Markt sicher ein noch größeres Potential.“

In der abgelaufenen Spielzeit in der bet-at-home ICE Hockey League haben einige Teams vermehrt auf einheimische Spieler und Talente gesetzt. Als eine dieser Mannschaften konnte sich der EC-KAC sogar den Titel sichern. Wie bewerten Sie das Meisterstück der Rotjacken?
Jochen Pildner-Steinburg: „Der KAC ist auf jeden Fall ein mehr als würdiger Meister, der Verein ist für seinen Weg belohnt worden. Die Klagenfurter sind mit einer reduzierten Anzahl an Imports gestartet und haben diesen Weg über die gesamte Saison durchgehalten. Der KAC hat es vorgemacht, wie es gehen kann und liefert damit ein Vorbild für die weitere Zukunft der Liga. Wir müssen die Entwicklung junger Spieler noch mehr in unsere Philosophie aufnehmen.“

Der KAC hat sich auch den U18-Titel gesichert. Es konnte zudem die U20-Saison zu Ende gespielt werden. Wie wichtig war es für den Nachwuchs, dass auch ihre Meisterschaften – unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen – durchgeführt werden konnten?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es war ein großes Ziel von uns, auch die Nachwuchs-Meisterschaften in Pandemie-Zeiten fortzuführen. Während andere Sportarten ihre Nachwuchs-Bewerbe absagen mussten, haben wir auch diesen Weg zielstrebig bis zum Ende verfolgt. Und das Ergebnis bestätigt uns. Wenn die Nachwuchsligen nicht gespielt hätten, hätten wir Spieler verloren. Das ist weder im Interesse der Liga noch des Sports im Allgemeinen. Ich darf unseren Klubs auch dahingehend ein Lob aussprechen, sie haben die Nachwuchsarbeit unter erschwerten Bedingungen kontinuierlich und professionell weitergeführt. Wir haben bereits einige Ideen für die Zukunft der Nachwuchsligen. Dieses Thema werden wir jetzt innerhalb des Präsidiums und auch mit allen Vereinen in weiteren Videokonferenzen analysieren. Dann werden wir gemeinsam die nötigen Entscheidungen treffen.“

Auch in der bet-at-home ICE Hockey League heißt es „nach der Saison ist vor der Saison“. Die nächste Spielzeit wird erstmals mit 14 Teams aus sechs Ländern ausgetragen. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Spielzeit 2021/22?
Jochen Pildner-Steinburg: „Die Eigentümer haben sich mehrheitlich für eine Meisterschaft mit 14 Teams ausgesprochen. Als Liga begrüßen wir die Rückkehr von Slowenien und Tschechien auf unsere Liga-Landkarte. Zudem ist es erfreulich, dass mit dem HC Pustertal auch ein zweites Team aus Südtirol fortan an unserer Meisterschaft teilnimmt. Ich finde es persönlich schade, dass kein weiteres Team aus Österreich dazugekommen ist – diese Entscheidung gilt es aber zu akzeptieren. Wir haben unser Produkt noch internationaler gemacht und sind in Eishockey-Europa mit 14 Vereinen in einer sehr guten Situation. Die neue Saison verspricht wieder einen sportlich spannenden Wettbewerb. Es wird zu Änderungen beim Spielmodus und indirekt bei der Punkteregel kommen. Es gibt einen Antrag zur Behandlung von Doppelstaatsbürgern.“

Welche organisatorischen Entscheidungen stehen für die nächsten Wochen an?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es wird organisatorische Änderungen geben. In der abgelaufenen Saison haben wir uns auf die ordnungsgemäße Durchführung der Meisterschaft konzentriert, das hat uns voll in Anspruch genommen. Wir arbeiten an einem Konzept mit Neuerungen. Das soll die Liga zukunftsfit machen und eine langfristige Planung ermöglichen. Wir haben auch klare Vorstellungen für unsere weitere Kooperation mit dem Österreichischen Eishockeyverband. Das Ergebnis der Verhandlungen ist natürlich auch abhängig von den Vorstellungen des ÖEHV und dem uns noch nicht bekannten Zukunftskonzept.“

Die von Ihnen bereits erwähnte Livestreaming-Initiative war ein voller Erfolg. 296 der 306 Spiele wurden live gezeigt – so viele wie nie zuvor. Soll dieses Projekt weitergeführt werden?
Jochen Pildner-Steinburg: „Wir haben mit dem Live-Streaming begonnen und wollen jetzt auch nicht zurückfahren – vielmehr wollen wir es stark verbessern. Trotzdem hoffen wir, dass die Fans in der kommenden Saison wieder in die Halle kommen dürfen. Denn der Stadionbesuch selbst ist ein eigenes Erlebnis und durch nichts zu ersetzen.“

Wie groß sind ihre Hoffnungen, dass die Vereine in der kommenden Saison wieder Fans in den Hallen begrüßen dürfen?
Jochen Pildner-Steinburg: „Unser „Return-2-Play“-Konzept hat sich bewährt. Wir haben zu Saisonbeginn bewiesen, dass wir verantwortungsbewusst mit beschränkten Zuschauer-Kapazitäten spielen können. Wir haben uns im Laufe der Saison viel Knowhow angeeignet und sind gut aufgestellt. Eine zweite Saison ohne Fans wäre eine erneute Herausforderung und natürlich eine Frage der Wirtschaftlichkeit – hier wären wir wieder auf die Programme vom Sportministerium angewiesen. Wir sind aber positiv gestimmt, denn die Kooperationen mit den Ministerien haben bislang sehr gut funktioniert. Dank dem Sporthilfsfonds haben die Vereine die Saison ohne große wirtschaftliche Schäden überstanden.

An dieser Stelle will ich mich auch bei den Fans für ihre Treue bedanken. Wir alle hoffen, dass wir die Begeisterung der Zuschauer zur neuen Saison wieder in den Hallen erleben dürfen. Als Liga werden wir unsererseits alles dafür unternehmen, um die Begeisterung für den schnellsten Mannschaftssport der Welt wieder vor Ort mit unseren Fans teilen zu können.“

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Seit Dienstag ist es Gewissheit, dass die Saison 2020/21 in der bet-at-home ICE Hockey League – abgesehen von einer kurzen Unterbrechung im Herbst – wie geplant zu Ende gespielt werden konnte. Wie stolz macht Sie das als Liga-Präsident?
Jochen Pildner-Steinburg: „Die gesamte Liga darf darauf stolz sein, es gebührt allen Beteiligten ein besonderes Lob. Wir sind im Blindflug gestartet und konnten die Meisterschaft nach der Zwangspause im November friktionslos zu Ende bringen. Mit dieser Entwicklung hätte ich selbst nicht gerechnet. An dieser Stelle darf ich auch unseren Ärzten und den Gesundheitsbehörden danken. Sie haben sich mit tausenden Testungen und vielen Untersuchungen vorbildlich für den Liga-Betrieb eingesetzt.“

Was war notwendig, um diese sehr spezielle und für alle äußerst herausfordernde Saison zu Ende zu bringen?
Jochen Pildner-Steinburg: „Vereinsvertreter, Spieler oder das Liga-Management, jeder hat einen wichtigen Beitrag geleistet. Ich will auch die Arbeit der Schiedsrichter hervorstreichen. Die meisten von ihnen leiten die Spiele nebenberuflich und sie haben uns trotz der Covid-Situation über die gesamte Saison begleitet. Ein Schiedsrichter ist schnell einmal im Fokus der Kritik. Deshalb ist es mir wichtig zu betonen, dass sie überwiegend gute Leistungen gebracht haben und wir froh sind, sie an Bord zu haben.“

Viele Entscheidungen waren kurzfristig zu treffen. Würden Sie im Nachhinein anders entscheiden oder waren die gesetzten Schritte richtig und gut?
Jochen Pildner-Steinburg: „Wir mussten auch einige Entscheidungen revidieren, die Richtung hat aber von Anfang an gestimmt. Wir haben uns in sehr vielen Videokonferenzen ausgetauscht und haben auf dem ganzen Weg sicher viel richtig gemacht.“

Abgesehen von der sehr fordernden Situation rund um das Coronavirus gab es in der abgelaufenen Spielzeit mit bet-at-home als neuen Titelsponsor und PULS 24 als neuen Host-Broadcaster einige Neuerungen. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Liga im letzten Jahr?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es ist erfreulich, dass uns bereits bestehende Partner die Treue gehalten und wir sogar neue Partner wie bet-at-home als Titelsponsor gewonnen haben. Das hat uns in einer schwierigen Phase geholfen und darüber sind wir auch dankbar. Mit der Unterstützung von Sky Sport Austria und PULS 24 haben wir durch eine Live-Streaming-Initiative eine Lösung gefunden, damit auch die Fans weiterhin unsere Spiele verfolgen können. Dieses Projekt wollten wir schon in der Vergangenheit umsetzen, die Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt. Wir haben auch in diesem Punkt sehr schnell reagiert und der Erfolg des Live-Streamings hat uns recht gegeben. Mit der sportlichen Entwicklung im letzten Jahr sind wir trotz der Coronavirus-Einschränkungen sehr zufrieden. Unter Bedachtnahme der pandemischen Situation und den damit verbundenen massiven Auswirkungen sind wir wirtschaftlich mit einem blauen Auge davongekommen.“

Mit den iClinic Bratislava Capitals nahm sogar erstmals in der Liga-Geschichte eine Mannschaft aus der Slowakei an der Meisterschaft teil. Wie sehen Sie die Saison des Newcomers und wie viel Potential hat der slowakische Markt?
Jochen Pildner-Steinburg: „Uns war immer klar, dass ein Team aus der Slowakei zu einer weiteren Aufwertung der Liga beiträgt. Durch die länderübergreifende Meisterschaft haben uns die Covid-Einschränkungen vor besondere Herausforderungen gestellt, die wir gemeinsam gelöst haben. Die iClinic Bratislava Capitals haben sich sportlich sofort etabliert und sind ein wertvolles Mitglied unserer Liga. Wenn sich die Maßnahmen lockern, hat der slowakische Markt sicher ein noch größeres Potential.“

In der abgelaufenen Spielzeit in der bet-at-home ICE Hockey League haben einige Teams vermehrt auf einheimische Spieler und Talente gesetzt. Als eine dieser Mannschaften konnte sich der EC-KAC sogar den Titel sichern. Wie bewerten Sie das Meisterstück der Rotjacken?
Jochen Pildner-Steinburg: „Der KAC ist auf jeden Fall ein mehr als würdiger Meister, der Verein ist für seinen Weg belohnt worden. Die Klagenfurter sind mit einer reduzierten Anzahl an Imports gestartet und haben diesen Weg über die gesamte Saison durchgehalten. Der KAC hat es vorgemacht, wie es gehen kann und liefert damit ein Vorbild für die weitere Zukunft der Liga. Wir müssen die Entwicklung junger Spieler noch mehr in unsere Philosophie aufnehmen.“

Der KAC hat sich auch den U18-Titel gesichert. Es konnte zudem die U20-Saison zu Ende gespielt werden. Wie wichtig war es für den Nachwuchs, dass auch ihre Meisterschaften – unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen – durchgeführt werden konnten?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es war ein großes Ziel von uns, auch die Nachwuchs-Meisterschaften in Pandemie-Zeiten fortzuführen. Während andere Sportarten ihre Nachwuchs-Bewerbe absagen mussten, haben wir auch diesen Weg zielstrebig bis zum Ende verfolgt. Und das Ergebnis bestätigt uns. Wenn die Nachwuchsligen nicht gespielt hätten, hätten wir Spieler verloren. Das ist weder im Interesse der Liga noch des Sports im Allgemeinen. Ich darf unseren Klubs auch dahingehend ein Lob aussprechen, sie haben die Nachwuchsarbeit unter erschwerten Bedingungen kontinuierlich und professionell weitergeführt. Wir haben bereits einige Ideen für die Zukunft der Nachwuchsligen. Dieses Thema werden wir jetzt innerhalb des Präsidiums und auch mit allen Vereinen in weiteren Videokonferenzen analysieren. Dann werden wir gemeinsam die nötigen Entscheidungen treffen.“

Auch in der bet-at-home ICE Hockey League heißt es „nach der Saison ist vor der Saison“. Die nächste Spielzeit wird erstmals mit 14 Teams aus sechs Ländern ausgetragen. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Spielzeit 2021/22?
Jochen Pildner-Steinburg: „Die Eigentümer haben sich mehrheitlich für eine Meisterschaft mit 14 Teams ausgesprochen. Als Liga begrüßen wir die Rückkehr von Slowenien und Tschechien auf unsere Liga-Landkarte. Zudem ist es erfreulich, dass mit dem HC Pustertal auch ein zweites Team aus Südtirol fortan an unserer Meisterschaft teilnimmt. Ich finde es persönlich schade, dass kein weiteres Team aus Österreich dazugekommen ist – diese Entscheidung gilt es aber zu akzeptieren. Wir haben unser Produkt noch internationaler gemacht und sind in Eishockey-Europa mit 14 Vereinen in einer sehr guten Situation. Die neue Saison verspricht wieder einen sportlich spannenden Wettbewerb. Es wird zu Änderungen beim Spielmodus und indirekt bei der Punkteregel kommen. Es gibt einen Antrag zur Behandlung von Doppelstaatsbürgern.“

Welche organisatorischen Entscheidungen stehen für die nächsten Wochen an?
Jochen Pildner-Steinburg: „Es wird organisatorische Änderungen geben. In der abgelaufenen Saison haben wir uns auf die ordnungsgemäße Durchführung der Meisterschaft konzentriert, das hat uns voll in Anspruch genommen. Wir arbeiten an einem Konzept mit Neuerungen. Das soll die Liga zukunftsfit machen und eine langfristige Planung ermöglichen. Wir haben auch klare Vorstellungen für unsere weitere Kooperation mit dem Österreichischen Eishockeyverband. Das Ergebnis der Verhandlungen ist natürlich auch abhängig von den Vorstellungen des ÖEHV und dem uns noch nicht bekannten Zukunftskonzept.“

Die von Ihnen bereits erwähnte Livestreaming-Initiative war ein voller Erfolg. 296 der 306 Spiele wurden live gezeigt – so viele wie nie zuvor. Soll dieses Projekt weitergeführt werden?
Jochen Pildner-Steinburg: „Wir haben mit dem Live-Streaming begonnen und wollen jetzt auch nicht zurückfahren – vielmehr wollen wir es stark verbessern. Trotzdem hoffen wir, dass die Fans in der kommenden Saison wieder in die Halle kommen dürfen. Denn der Stadionbesuch selbst ist ein eigenes Erlebnis und durch nichts zu ersetzen.“

Wie groß sind ihre Hoffnungen, dass die Vereine in der kommenden Saison wieder Fans in den Hallen begrüßen dürfen?
Jochen Pildner-Steinburg: „Unser „Return-2-Play“-Konzept hat sich bewährt. Wir haben zu Saisonbeginn bewiesen, dass wir verantwortungsbewusst mit beschränkten Zuschauer-Kapazitäten spielen können. Wir haben uns im Laufe der Saison viel Knowhow angeeignet und sind gut aufgestellt. Eine zweite Saison ohne Fans wäre eine erneute Herausforderung und natürlich eine Frage der Wirtschaftlichkeit – hier wären wir wieder auf die Programme vom Sportministerium angewiesen. Wir sind aber positiv gestimmt, denn die Kooperationen mit den Ministerien haben bislang sehr gut funktioniert. Dank dem Sporthilfsfonds haben die Vereine die Saison ohne große wirtschaftliche Schäden überstanden.

An dieser Stelle will ich mich auch bei den Fans für ihre Treue bedanken. Wir alle hoffen, dass wir die Begeisterung der Zuschauer zur neuen Saison wieder in den Hallen erleben dürfen. Als Liga werden wir unsererseits alles dafür unternehmen, um die Begeisterung für den schnellsten Mannschaftssport der Welt wieder vor Ort mit unseren Fans teilen zu können.“

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