Die Moser Medical Graz99ers kombinieren am kommenden Sonntag Eishockey mit einem Frühschoppen. Ihr Heimspiel am 1. Oktober gegen die BEMER Pioneers Vorarlberg bestreiten die Steirer um 11.00 Uhr am Vormittag – umrahmt von einem zünftigen Oktoberfest mit Weißwürstel, Brezel, Weißbier und Live-Musik mit „Die Pagger Buam“. Bernd Vollmann, General Manager der 99ers, fasst im Interview zusammen, wie die Idee entstanden ist und informiert auch über spezielle Ticketaktionen am Sonntag.

Wie kam es zur Idee eines Frühschoppenspiels? Wann gab es die ersten Überlegungen dazu?
Bernd Vollmann: Die Idee reift bereits seit einigen Jahren. Wir wollten einfach einmal etwas Neues ausprobieren – und in so einem Prozess gehen wir mit unseren Gedanken und Überlegungen in sehr viele Richtungen. Die konkrete Idee ‚Frühschoppen‘ entstand aus den legendären ‚Matinee-Spielen‘ im Fußball, Sonntagvormittag um 10.30 Uhr. Diese Partien waren und sind ein Fixpunkt im steirischen Sportgeschehen und unsere Ausgangsfrage war, ob wir das nicht auch im Eishockey schaffen können.

Was waren dann schlussendlich die entscheidenden Gründe, diese Idee tatsächlich umzusetzen?
Bernd Vollmann: Zu Beginn war geplant, dass die Pioneers im Zuge eines Roadtrips bereits am Samstagabend bei uns spielen – und zu diesem Zeitpunkt war fixiert, dass parallel Sturm Graz ein Abendspiel in Liebenau bestreitet. Um dem ‚Clash‘ mit Sturm zu entgehen, haben wir bei den Vorarlbergern angefragt, die Begegnung für Sonntagvormittag anzusetzen. Dem sind Gespräche mit unserem Trainerteam vorausgegangen. Auch die Pioneers haben das intern abgestimmt. Die Fußball Bundesliga hat zwar dann das Graz-Spiel auch auf Sonntag gesetzt – aber da waren unsere Planungen schon so weit fortgeschritten, dass wir es durchziehen wollten.

Nicht nur in der win2day ICE Hockey League, sondern auch in den höchsten Spielklassen anderer Mannschaftssportarten in Österreich wurde noch kaum ein Spiel an einem Vormittag angesetzt. Wie stolz ist man da auch als Verein, diesen Versuch tatsächlich zu wagen?
Bernd Vollmann: Ob wir darauf stolz sein können, lässt sich dann im Nachhinein beurteilen. Es ist ein erster Versuch. Ich sehe es als sehr wichtig an, dass man als Sportverein versucht, neue Wege einzuschlagen, innovativ zu sein, um den Sport attraktiver zu machen. Das probieren wir jetzt mit dem Angebot aus, dass unsere Fans auch an einem Sonntagvormittag in den ‚Bunker‘ kommen können.

Kann das Projekt zum „Role-Model“ werden? Gibt es da, bei entsprechendem Erfolg, schon Ideen für die kommende Saison?
Bernd Vollmann: Wenn der Sonntag gut angenommen wird, damit einhergehend der Zuspruch von Zuschauer*innen, die Stimmung beim Frühschoppen und dem Konzert passen, dann ist es sicherlich eine Überlegung wert, diesen Event einmal pro Saison durchzuführen.

Was sind die Herausforderungen in der Vorbereitung und im Ablauf zu „normalen“ Heimspielen?
Bernd Vollmann: Wir haben für die Vorbereitung am Spieltag definitiv weniger Zeit. Bei einem normalen Gameday beginnt man vier bis fünf Stunden davor, das gesamte System hochzufahren – dieses Mal haben wir maximal 2,5 Stunden dafür und müssen auch noch alle Vorbereitungen für ein Konzert umsetzen. Das ist für unser Organisationsteam sicherlich eine besondere Herausforderung. Aber diese nehmen wir alle gerne an, weil wir operativ sehr gut aufgestellt sind. Wir sind davon überzeugt, dass wir rund um unser Heimspiel einen großartigen Event durchführen werden.

Wie schwierig war es, den Gastverein für die frühe Beginnzeit zu überzeugen?
Bernd Vollmann: In diesem Fall war es gar nicht so schwierig, die Pioneers von diesem Vorhaben zu überzeugen. Ein großes Dankeschön an alle Verantwortlichen für den reibungslosen Ablauf.

Hat der frühe Beginn ihrer Meinung nach Auswirkung auf diverse Game-Day-Routinen der Spieler? Schon in der Vorbereitung werden die gängigen Face-Off-Zeiten verwendet, um eben Rhythmus aufzubauen. Wird sich im Trainingsablauf (auch wenn zwei Tage davor ein Heimspiel ansteht) etwas ändern?
Bernd Vollmann: Es wird für alle Spieler etwas Neues sein – aber das ist auch für alle gleich. Inwiefern das Routinen beeinflusst, werden wir dann nach dem Spiel analysieren. Änderungen am Trainingsablauf wird es auch nicht geben, einzig den Pre-Game-Skate machen wir aber sicher nicht um 5.00 Uhr früh – der wird ausfallen. Das ist der einzige Unterschied. Am Vortag wird normal trainiert.

Was wird an diesem Tag alles geboten?
Bernd Vollmann: Wir wollten nicht einfach ein paar Weißwürstel hergeben und sagen: ‚Es ist Frühschoppen!‘ Wir haben uns über das Rahmenprogramm viele Gedanken gemacht – und schlussendlich die aufstrebende, volkstümliche, steirische Band ‚Die Pagger Buam‘ engagiert. Vor allem in der jugendlichen Zielgruppe sind sie sehr bekannt. Sie werden vor dem Spiel ab 10.00 Uhr ihre größten Hits zum Besten geben und dann auch in den Pausen jeweils aufspielen. Von der Kulinarik her ist es zünftig: Weißwürstel, Brezen und Weißbier – ‚Oktoberfest‘ eben.

Es gibt an diesem Tag gleich zwei Ticket-Aktionen. Worum handelt es sich da genau?
Bernd Vollmann: Ja, es gibt an diesem Sonntag zwei Ticket-Aktionen: Einerseits erhalten alle Besucher*innen in Tracht 50% Rabatt auf das Tagesticket und andererseits ist unsere Kooperations-Aktion mit Sturm Graz zurück. Alle Abonnent*innen und Tageskarteninhaber*innen von Sturm erhalten bei uns 50% Nachlass auf das Ticket – das gilt natürlich auch umgekehrt. Sprich, unsere Abo-Besitzer*innen und Tagesbesucher*innen können das Sturm-Spiel am Nachmittag um 50% vergünstigt besuchen.
Mit Sturm Graz pflegen wir seit Jahren eine sehr gute Partnerschaft und Freundschaft – und wenn wir, auch in der Vergangenheit, am selben Tag spielen, dann wollen wir den Fans in Liebenau auch die Möglichkeit geben, einen ganzen Tag bei uns zu verbringen, um zwei Spitzenmannschaften in ihren jeweiligen Sportarten bewundern zu können. Zweitere Aktion wird es zumindest auch am 29. Oktober geben, da spielen wir wieder am selben Tag.

 

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Die Moser Medical Graz99ers kombinieren am kommenden Sonntag Eishockey mit einem Frühschoppen. Ihr Heimspiel am 1. Oktober gegen die BEMER Pioneers Vorarlberg bestreiten die Steirer um 11.00 Uhr am Vormittag – umrahmt von einem zünftigen Oktoberfest mit Weißwürstel, Brezel, Weißbier und Live-Musik mit „Die Pagger Buam“. Bernd Vollmann, General Manager der 99ers, fasst im Interview zusammen, wie die Idee entstanden ist und informiert auch über spezielle Ticketaktionen am Sonntag.

Wie kam es zur Idee eines Frühschoppenspiels? Wann gab es die ersten Überlegungen dazu?
Bernd Vollmann: Die Idee reift bereits seit einigen Jahren. Wir wollten einfach einmal etwas Neues ausprobieren – und in so einem Prozess gehen wir mit unseren Gedanken und Überlegungen in sehr viele Richtungen. Die konkrete Idee ‚Frühschoppen‘ entstand aus den legendären ‚Matinee-Spielen‘ im Fußball, Sonntagvormittag um 10.30 Uhr. Diese Partien waren und sind ein Fixpunkt im steirischen Sportgeschehen und unsere Ausgangsfrage war, ob wir das nicht auch im Eishockey schaffen können.

Was waren dann schlussendlich die entscheidenden Gründe, diese Idee tatsächlich umzusetzen?
Bernd Vollmann: Zu Beginn war geplant, dass die Pioneers im Zuge eines Roadtrips bereits am Samstagabend bei uns spielen – und zu diesem Zeitpunkt war fixiert, dass parallel Sturm Graz ein Abendspiel in Liebenau bestreitet. Um dem ‚Clash‘ mit Sturm zu entgehen, haben wir bei den Vorarlbergern angefragt, die Begegnung für Sonntagvormittag anzusetzen. Dem sind Gespräche mit unserem Trainerteam vorausgegangen. Auch die Pioneers haben das intern abgestimmt. Die Fußball Bundesliga hat zwar dann das Graz-Spiel auch auf Sonntag gesetzt – aber da waren unsere Planungen schon so weit fortgeschritten, dass wir es durchziehen wollten.

Nicht nur in der win2day ICE Hockey League, sondern auch in den höchsten Spielklassen anderer Mannschaftssportarten in Österreich wurde noch kaum ein Spiel an einem Vormittag angesetzt. Wie stolz ist man da auch als Verein, diesen Versuch tatsächlich zu wagen?
Bernd Vollmann: Ob wir darauf stolz sein können, lässt sich dann im Nachhinein beurteilen. Es ist ein erster Versuch. Ich sehe es als sehr wichtig an, dass man als Sportverein versucht, neue Wege einzuschlagen, innovativ zu sein, um den Sport attraktiver zu machen. Das probieren wir jetzt mit dem Angebot aus, dass unsere Fans auch an einem Sonntagvormittag in den ‚Bunker‘ kommen können.

Kann das Projekt zum „Role-Model“ werden? Gibt es da, bei entsprechendem Erfolg, schon Ideen für die kommende Saison?
Bernd Vollmann: Wenn der Sonntag gut angenommen wird, damit einhergehend der Zuspruch von Zuschauer*innen, die Stimmung beim Frühschoppen und dem Konzert passen, dann ist es sicherlich eine Überlegung wert, diesen Event einmal pro Saison durchzuführen.

Was sind die Herausforderungen in der Vorbereitung und im Ablauf zu „normalen“ Heimspielen?
Bernd Vollmann: Wir haben für die Vorbereitung am Spieltag definitiv weniger Zeit. Bei einem normalen Gameday beginnt man vier bis fünf Stunden davor, das gesamte System hochzufahren – dieses Mal haben wir maximal 2,5 Stunden dafür und müssen auch noch alle Vorbereitungen für ein Konzert umsetzen. Das ist für unser Organisationsteam sicherlich eine besondere Herausforderung. Aber diese nehmen wir alle gerne an, weil wir operativ sehr gut aufgestellt sind. Wir sind davon überzeugt, dass wir rund um unser Heimspiel einen großartigen Event durchführen werden.

Wie schwierig war es, den Gastverein für die frühe Beginnzeit zu überzeugen?
Bernd Vollmann: In diesem Fall war es gar nicht so schwierig, die Pioneers von diesem Vorhaben zu überzeugen. Ein großes Dankeschön an alle Verantwortlichen für den reibungslosen Ablauf.

Hat der frühe Beginn ihrer Meinung nach Auswirkung auf diverse Game-Day-Routinen der Spieler? Schon in der Vorbereitung werden die gängigen Face-Off-Zeiten verwendet, um eben Rhythmus aufzubauen. Wird sich im Trainingsablauf (auch wenn zwei Tage davor ein Heimspiel ansteht) etwas ändern?
Bernd Vollmann: Es wird für alle Spieler etwas Neues sein – aber das ist auch für alle gleich. Inwiefern das Routinen beeinflusst, werden wir dann nach dem Spiel analysieren. Änderungen am Trainingsablauf wird es auch nicht geben, einzig den Pre-Game-Skate machen wir aber sicher nicht um 5.00 Uhr früh – der wird ausfallen. Das ist der einzige Unterschied. Am Vortag wird normal trainiert.

Was wird an diesem Tag alles geboten?
Bernd Vollmann: Wir wollten nicht einfach ein paar Weißwürstel hergeben und sagen: ‚Es ist Frühschoppen!‘ Wir haben uns über das Rahmenprogramm viele Gedanken gemacht – und schlussendlich die aufstrebende, volkstümliche, steirische Band ‚Die Pagger Buam‘ engagiert. Vor allem in der jugendlichen Zielgruppe sind sie sehr bekannt. Sie werden vor dem Spiel ab 10.00 Uhr ihre größten Hits zum Besten geben und dann auch in den Pausen jeweils aufspielen. Von der Kulinarik her ist es zünftig: Weißwürstel, Brezen und Weißbier – ‚Oktoberfest‘ eben.

Es gibt an diesem Tag gleich zwei Ticket-Aktionen. Worum handelt es sich da genau?
Bernd Vollmann: Ja, es gibt an diesem Sonntag zwei Ticket-Aktionen: Einerseits erhalten alle Besucher*innen in Tracht 50% Rabatt auf das Tagesticket und andererseits ist unsere Kooperations-Aktion mit Sturm Graz zurück. Alle Abonnent*innen und Tageskarteninhaber*innen von Sturm erhalten bei uns 50% Nachlass auf das Ticket – das gilt natürlich auch umgekehrt. Sprich, unsere Abo-Besitzer*innen und Tagesbesucher*innen können das Sturm-Spiel am Nachmittag um 50% vergünstigt besuchen.
Mit Sturm Graz pflegen wir seit Jahren eine sehr gute Partnerschaft und Freundschaft – und wenn wir, auch in der Vergangenheit, am selben Tag spielen, dann wollen wir den Fans in Liebenau auch die Möglichkeit geben, einen ganzen Tag bei uns zu verbringen, um zwei Spitzenmannschaften in ihren jeweiligen Sportarten bewundern zu können. Zweitere Aktion wird es zumindest auch am 29. Oktober geben, da spielen wir wieder am selben Tag.

 

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